Es gibt einen Moment, der alles verändert – der Moment, in dem das eigene Kind plötzlich nicht mehr da ist. Für mich kam dieser Moment ohne Vorwarnung, ohne richterlichen Beschluss und ohne dass das Jugendamt vorher das Gespräch mit mir gesucht hätte.

Zurückgelassen wurde eine Visitenkarte. Ein Stück Pappe als Tausch für mein Kind. Meinem Sohn hat man gesagt, es wäre nur für eine einzige Nacht. Aus dieser einen Nacht sind Monate geworden – er lebt heute in einem Heim, und ich durfte ihn in dieser Zeit nur wenige Male sehen.

Ich habe danach alles getan, was man mir geraten hat: ruhig bleiben, kooperieren, eine Anwältin nehmen. Genau das waren die Fehler. Die Anwältin aus meiner eigenen Region ließ mich nach dem Eilverfahren sitzen. Die bestellte Verfahrensbeiständin behauptete vor Gericht Dinge, die nicht stimmten – bis sie sich mit ihrer eigenen Tonaufnahme selbst widerlegte. Am Ende habe ich mich selbst verteidigt, die Akten gelesen und angefangen, Paragrafen zu lernen. Nicht aus Interesse. Aus Notwehr.

Die ganze Geschichte

Das hier ist die Kurzfassung. Wie es vorher war, was genau passiert ist, welche Fehler ich gemacht habe und was ich heute weiß, steht in der ausführlichen Fassung:

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Warum ich an die Öffentlichkeit gehe

Ich habe erfahren müssen, wie allein man in einer solchen Situation ist – und wie wenig verlässliche Informationen es gibt. Deshalb teile ich meine Geschichte und mein Wissen: damit andere Eltern nicht dieselben Fehler machen und wissen, dass sie nicht allein sind.