Musterbriefe & Newsletter
Vorlagen zum Ausfüllen für den Schriftverkehr mit Jugendamt und
Familiengericht – aus eigener Erfahrung entstanden. Plus: Newsletter-Anmeldung,
wenn neue Vorlagen und Beiträge erscheinen.
Dienstaufsichtsbeschwerde nach §79a SGB VIII
Kostenlos
Vorlage zum Ausfüllen für eine Dienstaufsichtsbeschwerde
gegen das Jugendamt – u. a. bei fehlendem richterlichen Beschluss, verweigertem
Umgang oder mangelnder Aktenoffenlegung. Mit Ankreuzfeldern und Hinweisen, was Sie
eintragen sollten.
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Auskunfts- & Berichtigungsantrag nach Art. 15 & 16 DSGVO
Kostenlos
Vorlage, um beim Jugendamt vollständige Auskunft über alle
gespeicherten Daten zu verlangen – inklusive Herkunft anonymer Meldungen,
Empfänger weitergegebener Daten und Kopien aller Akten. Mit Fristsetzung nach
Art. 12 Abs. 3 DSGVO.
Download (.docx) →
Antrag auf vollständige Akteneinsicht (§ 25 SGB X)
Kostenlos
Der Brief, mit dem fast jedes Verfahren anfangen sollte: Er
fordert Haupt- und Handakte, Gesprächsvermerke, die Gefährdungseinschätzung nach
§ 8a SGB VIII, Berichte ans Familiengericht und die Korrespondenz mit Schule, Kita
und Ärzten an – mit 14-Tage-Frist. Mit Hinweisen, was hineingehört, was nicht, und
was das Amt schwärzen darf.
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Ankündigung eines Beistands (§ 13 Abs. 4 SGB X)
Kostenlos
Sie dürfen zu jedem Termin beim Jugendamt eine Person Ihres
Vertrauens mitbringen – ohne Begründung. Diese Vorlage kündigt den Beistand vorher
schriftlich an und verlangt, eine mögliche Zurückweisung vorab schriftlich zu
begründen. Damit wird aus einer Diskussion im Türrahmen ein Vorgang in der Akte.
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Die folgenden fünf Vorlagen sind ausführlicher: mit Gliederung, Begründungsteil,
Anlagenverzeichnis und Erläuterungen zu jedem Abschnitt. Sie erscheinen in Kürze zum
Download – die Bezahlung läuft dann über einen externen Anbieter.
Widerspruch gegen die Inobhutnahme (§ 42 Abs. 3 SGB VIII)
In Kürze
Der wichtigste Brief in den ersten Stunden: Er widerspricht
der Inobhutnahme, verlangt die Herausgabe des Kindes und weist das Amt auf seine
Pflicht hin, andernfalls unverzüglich eine Entscheidung des Familiengerichts
herbeizuführen. Mit dem Block konkreter Hilfeangebote, auf den es tatsächlich
ankommt.
Antrag auf einstweilige Anordnung und Herausgabe (§ 49 FamFG)
In Kürze
Vollständiger Antrag ans Familiengericht, wenn das Kind trotz
Widerspruch nicht herausgegeben wird – mit Anträgen, Sachverhalt, Dringlichkeit,
Verhältnismäßigkeit nach § 1666a BGB und der Anregung, einen Verfahrensbeistand
nach § 158 FamFG zu bestellen.
Widerruf von Schweigepflichtentbindungen
In Kürze
Pauschale Schweigepflichtentbindungen lassen das Jugendamt
unkontrolliert bei Schule, Kita, Ärzten und Therapeuten nachfragen. Diese Vorlage
widerruft sie nach Art. 7 Abs. 3 DSGVO – einschließlich drei ehrlicher Warnungen,
wann ein Widerruf auch gegen Sie gelesen werden kann.
Beschleunigungsrüge (§ 155b FamFG)
In Kürze
Wenn das Familiengericht nach einem Monat noch keinen Termin
angesetzt hat. In Kindschaftssachen ist die Beschleunigungsrüge das schärfere
Werkzeug als die Verzögerungsrüge nach § 198 GVG: Sie zwingt das Gericht zu einer
Entscheidung, statt nur eine spätere Entschädigung vorzubereiten.
Fach- und Dienstaufsichtsbeschwerde (ausführliche Fassung)
In Kürze
Die längere Fassung der oben kostenlos erhältlichen Vorlage:
mit nummerierten, überprüfbaren Beanstandungen, Anlagenbezug und einer Anleitung,
worin sich Fachaufsichtsbeschwerde (falsche Entscheidung, an die Behördenleitung)
und Dienstaufsichtsbeschwerde (Verhalten einer Person, an die Amtsleitung)
unterscheiden.
Fünfzehn Schreiben – für jedes Grundrecht und jeden Paragrafen aus der Rubrik
Recht erklärt genau eines. Jedes mit Anlass, Aufbau,
Fristsetzung, Anlagenverzeichnis und Hinweisen, was hineingehört und was nicht.
Sie erscheinen in Kürze zum Download; die Bezahlung läuft dann über einen externen Anbieter.
Der zugehörige Erklärtext zu jedem Schreiben ist und bleibt kostenlos lesbar.
M-01
In Kürze
Beschwerde wegen entwürdigender Verfahrensführung
Art. 1 GG erklärt →
Wenn du im Verfahren systematisch übergangen wurdest – nicht bei einzelner Unhöflichkeit. Richtet sich an die Amtsleitung, nicht an die Sachbearbeitung.
M-02
In Kürze
Begrenzung / Widerruf einer Schweigepflichtentbindung
Art. 2 GG erklärt →
Wenn du eine unbegrenzte Schweigepflichtentbindung unterschrieben hast. Die Begrenzungsvariante ist fast immer sinnvoller als der Totalwiderruf – sie zeigt Kooperationsbereitschaft und schützt trotzdem.
M-03
In Kürze
Antrag auf Aufnahme der Rückführungsperspektive in den Hilfeplan
Art. 6 Abs. 1 GG erklärt →
Wenn das Ziel Rückführung aus den Hilfeplänen verschwunden ist, ohne dass dies je begründet wurde. Am besten direkt nach einem Hilfeplangespräch senden.
M-04
In Kürze
Aufforderung zur Beteiligung als Inhaber der elterlichen Sorge
Art. 6 Abs. 2 GG erklärt →
Wenn du (teilweise) sorgeberechtigt bist, aber nicht informiert oder beteiligt wirst. Vorher unbedingt den Beschluss lesen: Welcher Teil ist wirklich entzogen?
M-05
In Kürze
Vorbereitungsraster: Anregung zur Überprüfung nach § 1696 BGB
Art. 6 Abs. 3 GG erklärt →
ACHTUNG: Dies ist kein fertiges Schreiben ans Gericht, sondern ein Arbeitsraster zur Vorbereitung. Ein Abänderungsantrag nach § 1696 BGB ist ein förmlicher Verfahrensschritt mit erheblichen Folgen – auch …
M-06
In Kürze
Anforderung einer rechtsmittelfähigen Entscheidung
Art. 19 Abs. 4 GG erklärt →
Wenn du eine formlose Mitteilung erhalten hast (Mail, Telefonat, Vermerk), mit der du nicht einverstanden bist – und es gibt nichts, wogegen du vorgehen könntest.
M-07
In Kürze
Nachfrage nach der Rechtsgrundlage einer Aufforderung
Art. 20 Abs. 3 GG erklärt →
Wenn dir etwas abverlangt wird, ohne dass klar ist, ob es Anordnung oder Empfehlung ist. Ton bewusst sachlich halten – dieses Schreiben ist nur wirksam, wenn es nicht wie ein Angriff klingt.
M-08
In Kürze
Rüge fehlender Kenntnis und Antrag auf Fristsetzung
Art. 103 Abs. 1 GG erklärt →
Wenn dem Gericht Unterlagen vorliegen, die du nicht kennst, und eine Entscheidung ansteht. Nicht zu verwechseln mit der Anhörungsrüge nach § 44 FamFG – die kommt erst nach einer Entscheidung in Betracht, …
M-09
In Kürze
Antrag auf Beratung und Unterstützung
§ 1 SGB VIII erklärt →
Wenn du Unterstützung brauchst und sie schriftlich aktenkundig machen willst. Ein mündlich geäußerter Wunsch verschwindet – ein schriftlicher Antrag muss beschieden werden. Auch sinnvoll, wenn bereits ein …
M-10
In Kürze
Ausübung des Wunsch- und Wahlrechts
§ 5 SGB VIII erklärt →
Wenn dir ein Träger oder eine Ausgestaltung vorgesetzt wurde, ohne dass du gefragt wurdest. Wirkt am besten zeitnah – je länger eine Hilfe läuft, desto schwerer wird der Wechsel.
M-11
In Kürze
Anfrage zur Beteiligung des Kindes
§ 8 SGB VIII erklärt →
Wenn der Wille deines Kindes in Berichten nicht vorkommt oder in einer Form auftaucht, die du nicht nachvollziehen kannst. Wichtig: Nicht als Vorwurf formulieren und dein Kind nicht ausfragen – das schlägt …
M-12
In Kürze
Anfrage zum Verfahren nach § 8a SGB VIII
§ 8a SGB VIII erklärt →
Nach einer Meldung, wenn dir nicht mitgeteilt wurde, worum es konkret geht. Enthält zugleich den Akteneinsichtsantrag nach § 25 SGB X. Nicht fragen, wer gemeldet hat – das wird regelmäßig nicht beauskunftet …
M-13
In Kürze
Anfrage zur Hinzuziehung einer insoweit erfahrenen Fachkraft
§ 8b und § 8a Abs. 4 SGB VIII erklärt →
Wenn eine Kita, Schule, Praxis oder Einrichtung gemeldet hat, ohne vorher mit dir zu sprechen. Zwei Varianten – A an die Einrichtung, B an das Jugendamt. Ton bewusst sachlich: Ziel ist Klärung, nicht …
M-14
In Kürze
Anfrage an die Ombudsstelle
§ 9a SGB VIII erklärt →
Wenn du eine unabhängige Einschätzung brauchst oder eine Vermittlung. Vorher die Ombudsstelle des eigenen Bundeslandes recherchieren – die Strukturen unterscheiden sich stark. Realistisch bleiben: Die …
M-15
In Kürze
Antrag auf Beratung und Unterstützung beim Umgang
§ 18 SGB VIII erklärt →
Wenn der Umgang nicht funktioniert und das Jugendamt auf „das müssen Sie unter sich klären" verweist. Formuliere es als Leistungsantrag – das erzwingt eine Entscheidung.
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